Barrierefreie Webseiten

Ob wir arbeiten, einkaufen oder soziale Netzwerke nutzen, die meisten von uns verwalten ihr Privat- und Berufsleben mittlerweile weitgehend online. Daten der europäischen Kommission zeigen, dass rund 87 Millionen Menschen in der EU irgendeine Form von Behinderung haben.

Mensch mit Behinderung bedeutet nicht unbedingt, ein körperliches oder geistiges Handicap zu haben. Ein Beinbruch, hohes Alter, Hör- oder andere (auch temporäre) Beeinträchtigungen sind ebenso ein Grund, auf barrierefreie Webseiten angewiesen zu sein.

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Fast alle von uns verlassen sich bei der Bewältigung ihrer täglichen Aufgaben auf das Internet. Aber wir beschäftigen uns nicht alle auf die gleiche Weise mit digitalen Erlebnissen. Viele Menschen mit Behinderungen verwenden keine Maus. Sie nutzen unterstützende Technologien wie Bildschirm-Lesegeräte um Webinhalte zu durchsuchen und mit ihnen zu interagieren. In der heutigen digitalen Welt ist es wichtig, die Bedürfnisse der unterschiedlichen Benutzer zu verstehen.

Welche Auswirkungen hat die Investition in die digitale Barrierefreiheit – oder deren Unterlassung – auf das Leben der Menschen?

Verwenden der Tastaturnavigation

Personen mit bestimmten Arten von Behinderungen navigieren auf Websites ausschließlich über eine Tastatur und nicht über eine Maus oder ein Touchpad. Menschen nutzen die Tastaturnavigation aus verschiedenen Gründen. Blinde und sehbehinderte Personen können die Position eines Cursors auf dem Bildschirm möglicherweise nicht erkennen. Einigen Menschen mit motorischen Behinderungen fällt es leichter zu tippen als die Maus zu bedienen.

Benutzer, die nur über die Tastatur arbeiten, bewegen sich normalerweise mit der Tabulatortaste durch verschiedene Elemente auf einer Webseite. Damit Webinhalte zugänglich sind, müssen sie eine logische Tab-Reihenfolge beinhalten. Das bedeutet, dass ein Benutzer, wenn er auf „Tab“ klickt, zum nächsten Link, zur nächsten Schaltfläche oder zum nächsten Formularsteuerelement auf einer bestimmten Seite wechseln sollte. Insbesondere müssen Webentwickler die Tab-Reihenfolge nicht explizit mithilfe von Tabindex-Attributen skripten – sie müssen lediglich einen sauberen Code „ausliefern“.

Verwendung eines Screenreaders

Nein, nicht jede(r) im Netz kann „Ihren Bildschirm sehen“ – aber wenn Sie Ihr Deck teilen, können Screenreader-Benutzer damit interagieren, indem sie sich die synthetisierte Sprache anhören oder sie auf einer Braillezeile lesen. Anstatt digitale Informationen visuell zu verarbeiten, verwenden blinde oder sehbehinderte Menschen häufig Screenreader: eine Art unterstützende Technologie, die den Inhalt eines Computer-, Tablet- oder Mobiltelefondisplays in einem Audio- oder Braille-Format kommuniziert. Desktop-Screenreader lassen sich in der Regel über Tastaturbefehle bedienen, während Screenreader für mobile Geräte (wie Smartphones und Tablets) über Touch-Gesten bedient werden können.

Auf einer barrierefreien Website können Benutzer von Bildschirmleseprogrammen mit ihrer Tastatur oder ihrem mobilen Touchscreen problemlos zu jedem Element auf einer Seite navigieren. Sie erhalten dann eine leicht verständliche Beschreibung des Zwecks dieses Elements, einschließlich der Angabe, ob es sich um eine Überschrift, eine Schaltfläche oder ein bearbeitbares Feld handelt. Unzugängliche Websites können jedoch zu großer Frustration führen.

Spracherkennung

Anstatt mit der Tastatur oder der Maus auf einer Website zu navigieren, verwenden Menschen mit bestimmten Arten von Behinderungen möglicherweise Diktiersoftware: Programme, die es Einzelpersonen ermöglichen, über Sprachbefehle mit digitalen Erlebnissen zu interagieren. Viele Benutzer geben Tastaturbefehle wie „Tab“ mündlich aus, um sich effizient durch Websites zu bewegen. Daher ist die Navigation über die Tastatur ein entscheidender Aspekt der Barrierefreiheit.

Mehr Kontrast

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Kontraste auf einer Webseite zu erhöhen, um sie für Menschen mit Behinderungen besser lesbar zu machen.

  • Verwenden Sie klare und deutliche Farben für den Text und den Hintergrund. Zum Beispiel schwarzer Text auf weißem Hintergrund oder weißer Text auf dunkelgrauem Hintergrund.
  • Vermeiden Sie Muster oder Texturen im Hintergrund, da diese die Lesbarkeit beeinträchtigen können.
  • Stellen Sie sicher, dass Links gut sichtbar sind und sich deutlich vom restlichen Text abheben.
  • Verwenden Sie eine größere Schriftgröße, um die Lesbarkeit zu verbessern.
  • Verwenden Sie alternative Texte für Bilder, damit Menschen mit Sehbehinderungen wissen, was auf dem Bild dargestellt ist.
  • Stellen Sie sicher, dass alle wichtigen Informationen auch ohne Farbe erkennbar sind, da manche Menschen Farben nicht gut wahrnehmen können.
  • Testen Sie die Webseite mit einem Screenreader, um sicherzustellen, dass sie auch für blinde oder sehbehinderte Menschen zugänglich ist.

Indem Sie diese Tipps befolgen, können Sie dazu beitragen, dass Ihre Webseite für Menschen mit Behinderungen besser zugänglich wird und ihnen ein angenehmeres Surferlebnis bietet.

Größere Schriften

Um die Lesbarkeit für Menschen mit Behinderungen zu verbessern, ist es wichtig, eine größere Schriftgröße auf der Webseite zu verwenden.

  • Verwenden Sie eine Schriftgröße von mindestens 16px für den Haupttext auf Ihrer Webseite. Dies erleichtert es Menschen mit Sehbehinderungen, den Text zu lesen.
  • Stellen Sie sicher, dass die Schriftart klar und gut lesbar ist. Vermeiden Sie verschnörkelte oder ungewöhnliche Schriftarten, da diese die Lesbarkeit beeinträchtigen können.
  • Verwenden Sie fettgedruckte oder größere Schrift für Überschriften und wichtige Informationen, um sie hervorzuheben.
  • Bieten Sie die Möglichkeit, die Schriftgröße über die Einstellungen der Webseite anzupassen, damit Benutzer ihre bevorzugte Größe wählen können.
  • Achten Sie darauf, dass der Zeilenabstand ausreichend ist, um den Text leichter lesbar zu machen.

Durch die Verwendung einer größeren und gut lesbaren Schriftgröße auf Ihrer Webseite tragen Sie dazu bei, dass sie für Menschen mit Behinderungen besser zugänglich wird und ein angenehmes Surferlebnis bietet.

Bildbeschreibungen

Menschen mit einer Sehbehinderung können keine Bilder auf einer Seite sehen, daher beschreibt der Alternativtext die Bilder für sie. Der Seiteninhalt inklusive Alt-Text kann von einem Screenreader vorgelesen werden.

Ein zusätzlicher Vorteil von Bildbeschreibungen: Suchmaschinen-Roboter lesen nur Wörter auf einer Seite, sodass sie durch den Alternativtext die Bedeutung jedes visuellen Inhalts erkennen können.

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